Transplantauktion - Wem ist ein Arzt dieser Tage wirklich verpflichtet?

Eine Politsatire von Hendrik Paul

3 Patienten, ein Organ und nur eine Frage:
Wer darf weiterleben?

Gefangen zwischen Berufsethik und Realität, zwischen medizinischen Standarts und Wirtschaftsinteressen muss ein Krankenhaus entscheiden, wer das größte Recht zu leben hat.

Es spielen mit:

Roy Below
Hendrik Paul
Adriana Thiel
Michaela Borggreve
Madeleine Peuker

 

 

Meine Damen und Herren, mussten Sie schon mal in Krankenhaus? Vielleicht hatten Sie einen Unfall aus dem ein gebrochener Knochen resultierte, vielleicht stimmten Ihr Magen und das Mittagessen nicht überein oder vielleicht haben Sie mit dem Alkohol eine etwas zu innige Freundschaft gepflegt. Manchmal kommt es sogar vor, dass ein Organ des Körpers schweren Schaden nimmt. Auch wenn man über einige Bereiche der Wissenschaft sicherlich streiten könnte, so lässt sich dennoch nicht leugnen, dass sie in der Medizin viel positives bewirkt hat. Heute sind wir in der Lage einige Organe des Körpers durch neue Exemplare zu ersetzen, wenn diese irreversibel beschädigt sind. Dazu wird natürlich ein intaktes Organ benötigt und das kann man, aus offensichtlichen Gründen, keiner noch lebenden Person entnehmen. Sofern jedoch zu Lebzeiten eine Zustimmung gegeben wurde können Ärzte einem Toten Organe entnehmen. Die Nachfrage allerdings sehr viel höher als das Angebot, was dazu führt, dass einige Personen auf nicht ganz so legalen Wegen sicherstellen wollen, dass sie als erste drankommen. Nicht zuletzt deshalb hat die Bereitschaft vieler Menschen ihre Innereien postum zur Verfügung zu stellen abgenommen, denn schließlich sollen sie für Transplantationen verwendet werden, nicht für Transplatauktionen.